MEZIS feiert 1.000 Mitglieder

13. November 2018 at 10:37

Wer ist MEZIS?

Die gemeinnützige Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte MEZIS e.V. – „Mein Essen zahl‘ ich selbst“ wurde im Jahr 2007 durch elf Gründungsmitglieder in Frankfurt am Main ins Leben gerufen. 2017 feierte MEZIS mit einem großen Symposium in Berlin und vielen Schwesterinitiativen aus Nord und Süd seinen 10. Geburtstag. Als Vorbild und Inspiration diente die US-Bewegung „No free lunch“.

Ziel ist der Aufbau und die Ausweitung eines Netzwerkes von deutschsprachigen ÄrztInnen, deren primäres Interesse dem PatientInnenwohl gilt. Die Mehrheit der Mitglieder stammt aus Deutschland, aber es zählen auch ÄrztInnen aus Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Bangladesh, Indonesien und Indien zu MEZIS.

Dass MEZIS mit seinen Zielen auf immer höhere Akzeptanz stößt, zeigt die jüngste Mitgliederentwicklung. Mit zwei Neuzugängen aus Köln, einer Internistin und einer Ausbildungsassistentin, hat MEZIS nun die 1.000er Mitgliedergrenze überschritten. Der neue vierstellige Mitgliederstand markiert eindrücklich die Erfolgsgeschichte der Ärzteinitiative.

„Wir freuen uns über den hohen Mitgliederzulauf. Wir wachsen und sind stolz darauf, dass immer mehr Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende und auch Fördermitglieder unsere Arbeit unterstützen“, berichtet Dr. Christiane Fischer, Ärztliche Geschäftsführerin von MEZIS. „Unsere ärztlichen Mitglieder wollen sich nicht durch Essenseinladungen und andere Geschenke von der Pharmaindustrie vereinnahmen und beeinflussen lassen. Außerdem steigt ihr Problembewusstsein, dass von der Industrie veranstaltete und finanzierte Fortbildungsmaßnahmen immer interessengeleitet sind und letztlich das Verordnungsverhalten beeinflussen sollen.“

Was bietet MEZIS?

PatientInnen können unabhängige  ÄrztInnen in ihrer Nähefinden. Diese Option wird dank einer Suchmaschinenfunktion auf der MEZIS-Website ermöglicht.

Hinzu kommt die Möglichkeit, Wartezimmerplakate in der Praxis aufzuhängen, um die patientenorientierte Einstellung zu kommunizieren.

Außerdem klären Newsletter über Neuigkeiten aus der Pharmabranche und aktuellen MEZIS-Aktivitäten auf. Mitglieder erhalten dreimal jährlich die Zeitschrift „MEZIS-Nachrichten“ zur Informationsvermittlung.

Zu guter Letzt beschäftigt sich MEZIS schwerpunktmäßig mit den Themen Über-, Unter- und Fehltherapie, Global Health und leitlinienwatch.de, dem Transparenzportal für medizinische Behandlungsleitlinien, das MEZIS mitgegründet hat.

Was macht MEZIS aktuell?

„Um interessierten ÄrztInnen den Zugang zu hochwertiger und neutraler Fortbildung zu erleichtern, hat MEZIS im Frühjahr 2018 das Aktionsbündnis Fortbildung 2020 gegründet“, erklärt Sabine Hensold, Referentin von MEZIS. Es hat zum Ziel, ärztliche Fortbildung wieder als ureigene ärztliche Aufgabe anzusiedeln, die im Sinne einer guten Patientenversorgung unabhängig von Industrieinteressen stattfinden muss.

Erste wichtige Partner im Bereich industrieunabhängiger Fortbildung haben sich bereits angeschlossen, darunter die AkdÄ, die DEGAM, HD Med und Libermed. Das Aktionsbündnis bündelt bereits vorhandene unabhängige Konzepte und erarbeitet einen Leitfaden für die Organisation und Durchführung von Fortbildungen.

Im November 2018 geht das Aktionsbündnis online. Veranstalter von ärztlichen Fortbildungen und Interessierte finden auf der neuen Internetplattform umfassende Informationen und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung unabhängiger Fortbildungen, eine Vorstellung der Bündnispartner, Beitrittsbedingungen für Bündnispartner, einen Veranstaltungskalender sowie Aktuelles zum Thema.

© MEZIS e.V.

© MEZIS e.V.

Tipp: Aktuelle Weiterbildungsangebote zum Thema Medizin und Gesundheit finden Sie laufend online in der Bildungsdatenbank »medicine & health«.