Karriereentwicklung durch Coaching, Mentoring & Co.

21. Januar 2014 at 14:31

erschienen 2014, von Karin Gutiérrez-Lobos und Katharina Mallich-Pötz

Katharina Mallich-Pötz

Katharina Mallich-Pötz

Karin Gutiérrez-Lobos

Karin Gutiérrez-Lobos

Beratungsformen wie Coaching, Mentoring und Co. werden im Sinne einer strategischen Personalentwicklung sowohl in der Wirtschaft als auch an Universitäten zunehmend erfolgreich eingesetzt. Hierfür steht eine Vielzahl an Instrumenten zur Verfügung, deren Stärke in ihrer individuellen Anwendbarkeit liegt – konkrete Herausforderungen und Anliegen können passgenau bearbeitet werden.

In dem 2014 neu erschienenen Buch von Karin Gutiérrez-Lobos und Katharina Mallich-Pötz „Karriereentwicklung durch Coaching, Mentoring & Co.“ wird ein Blick auf Einsatz und Wirkung von Beratungsmethoden an Universitäten geworfen und Coaching, Mentoring und Teamentwicklungsmaßnahmen näher beleuchtet.

Bei der individuellen Begleitung von MitarbeiterInnen wird Coaching als eines der wichtigsten Personalentwicklungsinstrumente betrachtet, da es auf den/ die Einzelne/n oder die Kleingruppe individuell zugeschnitten ist. Dies ermöglicht rasche und nachhaltige Veränderungen, wie Caroline Kling, Seniorberaterin bei der osb Wien, erläutert. Sie schildert, wie Coaching zur Entwicklung eines individuellen Führungsverständnisses beitragen kann und nennt die Bereitschaft zur Selbstreflexion sowie zeitliche Ressourcen als wesentliche Voraussetzungen eines erfolgreichen Coachingprozesses.

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Johannes Wildt, ehemaliger Leiter des Zentrums für Hochschuldidaktik an der TU-Dortmund, informiert, in welcher Form Coaching in der Hochschuldidaktik eingesetzt werden kann. Speziell bei der Zielgruppe der ProfessorInnen ist es besonders wichtig, nach akzeptanzförderlichen und wirkungsvollen Wegen einer Unterstützung für die Entwicklung der Lehrkompetenz zu suchen.

Auf die Zielgruppe der NachwuchswissenschafterInnen geht Alan Carpenter (executive coach) ein.  Er vertritt die These, dass jeder Mensch mit Themen und Herausforderungen konfrontiert ist, die im Rahmen von Coaching individuell, vertraulich und effektiv bearbeitet werden können und so zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen. Coaching kann insbesondere WissenschafterInnen zu mehr Effizienz und Klarheit über deren Karriereverläufe und Vereinbarkeitsthematiken verhelfen.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Angelika Hofhansl, Leiterin des Mentoringprogramms für Studierende an der MedUni Wien, und berichtet über Mentoring-Programme, die sich international als effektives und effizientes Instrument der Nachwuchsförderung für Medizinstudierende etabliert haben. Der Bedarf an Unterstützung für berufliche und persönliche Weiterentwicklung ist bereits früh vorhanden und durch einen gegenseitigen Austausch profitieren sowohl Mentees als auch MentorInnen. Letztere können das Mentoring unter anderem für die Weiterentwicklung ihrer Lehrkompetenzen nutzen, worin auch der Nutzen für die gesamte Universität besteht.

Anschließend verdeutlicht Jenny Simanowitz (happy business), wie verinnerlicht und selbstverständlich kulturelle Normen vielfach sind und wie jede Abweichung zu einer Irritation führen kann. In ihrem Beitrag plädiert sie dafür, Unterschiede und deren Ursprünge in Teamentwicklungen bewusst zu machen und darüber hinaus bewusster zu erleben.

Auf den Punkt gebracht begegnen die geschilderten bedarfsorientierten Maßnahmen den Anforderungen des Life Long Learning (LLL) auf Augenhöhe. So gesehen fördert Coaching das Lernen über sich selbst, Mentoring das Lernen von und mit anderen und Teamentwicklung das Lernen über einander.

 

Tipp: Aktuelle Bildungsangebote zum Thema „Mentoring und Coaching“ finden Sie laufend online in der Bildungsdatenbank »medicine & health«.