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Arzt am Telefon: Telekonsultation wird in Europa immer üblicher

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Telemedizinische Sprechstunden per Telefon oder Video sind in Europa seit der COVID-19-Pandemie deutlich häufiger geworden als vor der Krise. Laut aktuellem Health at a Glance-Bericht bleiben die Raten von Telekonsultationen – trotz leichter Abnahme nach dem Pandemie-Höhepunkt – weiterhin über dem Niveau von 2019.

 

1. Pandemie als Katalysator für Telemedizin

Während der COVID-19-Pandemie stieg die Nutzung von Telekonsultationen stark an, da persönliche Arztbesuche mit Infektionsrisiken verbunden waren. In vielen Ländern wurde Telemedizin rasch eingeführt oder ausgebaut, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.

2. Nutzung nach der Pandemie

Im Jahr 2019 fanden Telefon- oder Video-Sprechstunden im Durchschnitt bei etwa 0,5 Prozent der Patienten pro Jahr statt. Bis 2021 mehr als verdoppelte sich diese Zahl auf rund 1,3 Telekonsultationen pro Patient. Bis 2023 stabilisierte sich der Wert bei etwa 1 Telekonsultation pro Patient und Jahr, was zwar unter dem Pandemie-Höhepunkt liegt, aber immer noch deutlich über dem Niveau vor 2020.

3. Gründe für die anhaltende Nutzung

Experten erklären, dass telemedizinische Angebote – etwa per Telefon oder Video – Patient:innen den Zugang zu medizinischer Beratung erleichtern, Zeit sparen und in strukturschwachen Regionen Versorgungslücken schließen können. Zwar kehrt ein Teil der Patient:innen wieder zu Präsenzbesuchen zurück, viele nutzen aber weiterhin die Vorteile der Fernsprechstunde.

4. Unterschiede zwischen Ländern

Die Verbreitung von Telekonsultationen variiert in Europa stark: Einige Länder haben hohe Anteile an ärztlichen Fernsprechstunden, während andere sie kaum nutzen. Dies hängt von Gesundheitssystem-Strukturen, Digitalisierung, Patientenakzeptanz und nationalen Regularien ab.

5. Blick nach vorne

Telemedizin bleibt ein fester Bestandteil vieler Gesundheitssysteme in Europa. Gesundheitsbehörden und Kliniken arbeiten daran, technische, rechtliche und organisatorische Hürden weiter abzubauen, damit die digitale Beratung für noch mehr Patient:innen sicher und einfach zugänglich ist.

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Autor: Servet Yanatma   Quelle: de.euronews.com (31.12.2025; GI-NH)
 
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