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Die übersehenen Opfer von Sars-CoV-2

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In der Demokratischen Republik Kongo sind schon 6500 Kinder an einem Virus gestorben. Aber es war nicht das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2, das die Kinder getötet hat, sondern ein altbekannter Erreger: Die Kinder sind den Masern zum Opfer gefallen. Nun haben die Masern und Covid-19 - abgesehen davon, dass beide Viruserkrankungen sind - erst einmal nichts miteinander zu tun, und doch sind die Krankheiten enger miteinander verwoben, als vielen Gesundheitsexperten lieb ist: Diese fürchten eine Rückkehr der Masern durch Covid-19.

Schon jetzt haben mehr als 20 Länder ihre Masern-Impfkampagnen ausgesetzt, weil die Gesundheitsarbeiter alle Hände voll mit dem Coronavirus zu tun haben, berichtet das Magazin Nature. Die Folgen seien drastisch. Zwar führen die Masern in reichen Ländern nur selten zum Tod, aber in armen Ländern sterben drei bis sechs Prozent der Infizierten, oft bleiben lebenslange Behinderungen zurück.

Doch darüber hinaus führt die Corona-Pandemie nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Medizin zu zahllosen Kollateralschäden. Und diese entstehen auf ganz unterschiedlichen Wegen. Zum einen durch die Angst, die das neue Virus verbreitet, zum anderen durch die wirtschaftlichen und psychosozialen Folgen, die aus den gegen die Seuche ergriffenen Maßnahmen resultieren - und schließlich, doppelt indirekt, weil manche Patienten in diesen Tagen ihre Arzttermine nicht wahrnehmen.

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Autor: Christina Berndt   Quelle: Süddeutsche Zeitung, 09.04.2020
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