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Burn-out-Gefahr: Assistenzärzte am Limit

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Die Erinnerungen an den ersten Arbeitstag in der Klinik sind auch nach Jahren noch präsent: "Es hieß: 'Wie fit fühlst du dich? Komm, du schaffst doch zwölf Patienten am ersten Tag.' Ich bin in Tränen ausgebrochen und habe gesagt: 'Tut mir leid, das kriege ich nicht hin!'" Die junge Ärztin, die das sagt, möchte ihren Namen hier nicht lesen. Sie steckt noch in der Weiterbildung zur Fachärztin.

Sie hat Angst vor Nachteilen, wenn sie offen spricht. Doch es sei dringend nötig, denn was viele Assistenzärzte erlebten, sei nicht länger hinnehmbar. Ihr Arbeitspensum sei sehr hoch. Weil ihr die Praxis fehlte, sei sie oftmals überfordert gewesen. Auf Kritik an den Arbeitsumständen reagierten ihre Vorgesetzten nicht selten mit Druck. "Also ich fühle mich nicht mehr gesund - und das seit mehr als drei Jahren", sagt die Ärztin.

Beim "Bündnis Junge Ärzte" hören sie solche Erzählungen immer wieder. Kevin Schulte, selbst Mediziner in Schleswig-Holstein und 33 Jahre alt, wollte es deshalb genauer wissen. Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtsfürsorge (BGW) ließ er Ärzte bis 35 Jahren und mit weniger als sechs Jahren Berufserfahrung befragen. Das Ergebnis: 70 Prozent zeigen Anzeichen für einen Burn-out. 22 Prozent gaben an, schon einmal Medikamente genommen zu haben, um mit dem Stress klarzukommen.

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Autor: von Brid Roesner   Quelle: NDR, 02.12.2019
"GOING INTERNATIONAL fördert den Zugang zu Aus-, Fort- und Weiterbildung, unabhängig von sozialen, geographischen und nationalen Grenzen."

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