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Beliebte FH-Studienfächer im Bereich Gesundheit und Medizin

Beliebte FH-Studienfächer im Bereich Gesundheit und Medizin

Biomedizinische Analytik, Atempädagogik oder Radiologietechnologie – über FH-Studienfächer im medizinischen Bereich.

Ärztin, Krankenpfleger, Hebamme – wer an Gesundheitsberufe denkt, hat meist dieses Dreigestirn im Kopf. Dabei gibt es ein viel breiteres Angebot. „Auch ich bin durch Zufall und um zehn Ecken auf dieses Studium gekommen“, erzählt Anna Dikic, die an der FH Gesundheit Tirol Radiologietechnologie studiert. Mit ihrer Wahl ist sie aber durchaus zufrieden.

„Ich wollte von klein auf einen medizinische

Zehn Gesundheitsstudiengänge

Radiologietechnologie ist freilich nur eines der Fächer, welches man an der Tiroler FH Gesundheit studieren kann. „Der Bachelor-Bereich umfasst aktuell zehn Studiengänge: Bei Biomedizinischer Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Hebamme, Logopädie, Physiotherapie und Radiologietechnologie handelt es sich um gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe. Seit Wintersemester 2020/21 bieten wir erstmalig Gebärdensprachdolmetschen an und im heurigen Jahr kommt neu Augenoptik dazu“, erklärt Walter Draxl, FH-Rektor und Geschäftsführer.

Über 1000 BewerberInnen

Grundsätzlich, so Draxl, sei man in der glücklichen Lage, dass sich sehr viele junge Leute in einem Gesundheitsberuf engagieren möchten, auch bei weniger bekannten Studienrichtungen: „ Im Bereich der medizinisch-technischen Dienste haben wir jetzt schon über 1.000 Bewerberinnen. Im Bereich der Augenoptik, der Biomedizinischen Analytik und Radiologietechnologie würden wir uns allerdings noch zusätzliche Interessierte wünschen.“

Überbordend, so weiß er, ist die Nachfrage nach Studiengängen in den therapeutischen Sparten und bei den Hebammen : „Spitzenreiter dabei ist sicherlich die Physiotherapie. Für die 40 Studienplätze haben sich im heurigen Jahr über 500 Personen beworben. Für den Hebammen-Studiengang interessieren sich durchschnittlich 300 Bewerberinnen, wobei dieser Studiengang nur alle zwei Jahre mit 25 Studierenden startet.“

Krisensicher und angesehen

Ähnlich begehrt sind die Studienplätze in der Diätologie, Ergotherapie und Logopädie. Draxl: „Gerade in der Covid-19 Pandemie hat es sich gezeigt: Gesundheitsberufe haben generell sehr gute Zukunftsperspektiven und genießen in der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Darüber hinaus sind sie nicht nur krisensicher, sondern auch systemrelevant. Es besteht also laufend ein großer Bedarf nach ihnen.“

Zusätzlich, so der Rektor, bieten sie gute Verdienstmöglichkeiten und einen schnellen Einstieg ins Berufsleben: „ Über 90 Prozent unserer Absolventinnen finden in den ersten drei Monaten nach ihrem Bachelor-Abschluss einen Arbeitsplatz. Nur bei manchen therapeutischen Berufen gilt es etwas flexibler und mobiler zu sein. Hier kann es sein, dass man nicht unbedingt in den Ballungsräumen arbeitet, sondern auf den ländlichen Bereich ausweichen muss.“

Hoher Praxisanteil

FH Studiengänge in den Gesundheitsberufen weisen einen sehr hohen Praxisanteil auf. „In der Pflege und bei den Hebammen sprechen wir sogar von rund 50 Prozent. Während der praktischen Ausbildung werden Kontakte geknüpft und natürlich entwickeln unserer Studierenden eine Affinität zu ausgewählten Fachbereichen, wo sie sich dann auch später beruflich wiederfinden“ , erklärt Draxl.

Trotz der Coronamaßnahmen war daher von Anfang an klar, dass Lehrveranstaltungen, die vorwiegend praktische Kompetenzen vermitteln, in Form von Präsenzunterrichten in kleinen gleichbleibenden Gruppen, organisiert werden müssen. Draxl: „Unsere interne Zielvorgabe – es darf kein verlorenes Semester geben – konnte gut und mit hoher Qualität erreicht werden.“

Steigendes Interesse

Auch die 2010 gegründete FH Gesundheitsberufe Oberösterreich bietet Bachelor-Studiengänge, welche zur Ausübung von gesetzlich reglementierten Berufen im Gesundheitsbereich berechtigen. Zusätzlich gibt es Master-Programme und akademische Weiterbildungslehrgänge speziell für Gesundheitsberufe.„Die international anerkannten Abschlüsse ermöglichen ein breites Tätigkeitsfeld im Gesundheitsbereich und garantierten sehr gute Jobchancen.

Ein Beruf mit Patientenkontakt. Mein Studium ist eine gute Mischung aus technischen und medizinischen Aspekten“, so die 22–Jährige, die in diesem Semester ihren Bachelor abschließen wird.

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Autor: Teresa Richter-Trummer   Quelle: Kurier, 16.02.2021
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